Dienstag, 31. Dezember 2013

Über 100 E-Books im Dezember - Danke!

Das Jahr geht zu Ende mit einem ganz besonderen Ereignis, das mich sehr glücklich macht und das ich gern mit Euch teilen möchte: "Die Heilanstalt" wurde im Dezember über 100 Mal als E-Book heruntergeladen! 

Als ich den Roman im Oktober veröffentlicht habe, hätte ich gelacht, wenn mir jemand vorhergesagt hätte, dass ich noch in diesem Jahr innerhalb eines Monats den dreistelligen Verkaufsbereich erreichen würde. Nun ist es passiert, und Ihr hättet mir keinen schöneren Jahresabschluss bescheren können.

Ja, Ihr! Denn hinter jedem Verkauf steht einer von Euch, ein neugieriger Leser, der interessiert genug war, mein Buch lesen zu wollen. Insgesamt sind nun fast 300 Kopien meiner "Heilanstalt" im Umlauf, und die Geschichte erwacht in Eurer Fantasie zu immer neuem Leben. Denn ein Text entfaltet sich nur in der Vorstellungskraft der Leser; es macht keinen Unterschied, ob ein Buch unbeachtet in einer Schublade verstaubt oder gar nicht erst geschrieben wird. Nicht in den toten Buchstaben, sondern in der kollektiven Fantasie der Leser liegt die wahre Zauberkraft. Aus ihr entstehen die besonderen Gefühle, die uns beim Lesen einer Geschichte verbinden. Die Fähigkeit zu träumen und die Grenzen der Realität zu sprengen, macht uns zu Menschen. Wenn wir unsere Vorstellungskraft und Träume verlieren, verlieren wir auch unsere Seele. Dies ist die wichtigste Botschaft meines Romans, der mit dem Kapitel "Der Traum vom Licht" endet. 

Inzwischen gibt es auf Amazon 18 Rezensionen mit einer Gesamtnote von 4,4 von 5 Sternen. 

Vielen Dank, dass Ihr meiner Geschichte durch Eure Fantasie Leben einhaucht und so großen Gefallen an meinem Roman findet!

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und hoffe, dass all Eure Träume und Wünsche für 2014 in Erfüllung gehen. 


Freitag, 20. Dezember 2013

Interview auf "Bücherträumerei"

Die sympathische Buchbloggerin Susann Walter alias Suselpi hat mich auf ihrem Blog "Bücherträumerei" zum Interview gebeten, nachdem sie meinen Roman "Die Heilanstalt" gelesen und besprochen hat.

Die Rezension findet ihr hier

Wir haben über das kreative Schreiben, Verlage, Selfpublishing und den gesellschaftskritischen Aspekt meines Romans gesprochen. Dabei sind wir auch näher auf das Kernthema der "Heilanstalt" eingegangen - dem Gegensatzpaar von schönem Schein und trostloser Wahrheit - und haben hinterfragt, wofür der "Tee" im wirklichen Leben stehen kann.

Ich wünsche euch viel Spaß mit dem Interview und im Voraus schöne Weihnachtstage! :)

Zum Interview

Mittwoch, 18. Dezember 2013

11 Fragen - 11 Antworten

Die befreundete Autorin Sina Müller hat mir 11 Fragen gestellt. 
Hier sind meine Antworten. :)

1. Wenn Du das Jahr 2013 mit drei Worten beschreiben müsstest, welche wären es?

Buchveröffentlichung, Umzug, GroKo.

2. Welchem Genre würdest du dein Leben zuordnen (Krimi, Drama, Komödie …) und warum?

Ich würde sagen: Biografie :) Spaß beiseite. Um ehrlich zu sein, halte ich mein Leben für so ruhig und unspektakulär, dass es als Stoff für ein Buch kaum geeignet wäre und sich somit auch keinem gängigen Genre zuordnen ließe.

3. Wenn du für einen Tag der Protagonist in einem Roman sein könntest, welcher wäre es und warum?

Roland von Gilead aus Stephen Kings Fantasy-Zyklus „Der Dunkle Turm“. Einen Tag lang als cooler, furchtloser Revolvermann durch eine postapokalyptische Welt zu pilgern, hätte was. Am liebsten im ersten Band auf der Suche nach dem Mann in Schwarz.

4. Was nimmst du dir für 2014 vor?

2014 möchte ich meinen ersten Roman überarbeiten und in zwei Bänden herausgeben. Außerdem ist es mein Ziel, bis zu meinem 30. Geburtstag am 18. November 2014 meinen dritten Roman fertigzustellen.

5. Welches Buch hat dich am meisten beeinflusst?

Das dürfte George Orwells „1984“ gewesen sein. Eines der ergreifendsten und erschreckendsten Bücher, die ich je gelesen habe. Seitdem habe ich ein Faible für Dystopien, was sich unschwer an meinem Roman „Die Heilanstalt“ erkennen lässt.

6. Welcher Song/Musikstück hat dich in deinem Leben am meisten berührt?

Es gibt viele Songs und Musikstücke, die mich sehr berühren und die ich mir immer wieder gern anhöre. Daher fällt es mir schwer, mich auf ein einziges festlegen. Aber wenn ich bis zum Ende meines Lebens nur noch ein Musikstück hören dürfte, wäre es der zweite Satz von Mozarts 23. Klavierkonzert.

7. Wenn du dein Leben in einem einzigen Gemälde festhalten müsstest, in welchen Farben würdest du malen? 

Da mein Leben, wie schon gesagt, bislang in eher ruhigen Bahnen verlaufen ist, wären es überwiegend blaue Farbtöne. Das ist ohnehin meine Lieblingsfarbe.

8. Wenn Dir eine gute Fee drei Wünsche erfüllen würde, welche wären es?

Eigentlich wünsche ich mir nur eins: Zeit und Ruhe zum Schreiben. Das klingt bescheiden, ist aber in der Realität eine seltene Kostbarkeit.

9. Welche Menschen haben dich in 2013 am meisten beeinflusst?

Überwiegend bereits Verstorbene: Ich habe mich längere Zeit mit Kants Philosophie beschäftigt, die mich sehr beeindruckt hat, habe mir (endlich!) Tolkiens „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ zu Gemüte geführt, zwei Werke, die mein Schreiben bestimmt nachhaltig prägen werden, und habe mich – so wie in jedem Jahr – von Mozarts unglaublicher Produktivität inspirieren und leiten lassen, auch wenn eine Nachahmung praktisch unmöglich ist. Hinzu kommt Chopin, dessen Nocturnes mir immer eine große Inspiration beim Schreiben sind. Die meisten meiner Vorbilder haben in vergangenen 
Jahrhunderten gelebt.

10. Wie sieht dein Traumurlaub aus? Einsam am Strand? Party mit Freunden? Städtereise? 

Am Strand halte ich es kaum länger als eine Woche aus, erst recht nicht einsam. Ich bin eher unternehmungslustig veranlagt und mag Städtereisen.

11. Welcher Wettertyp bist du? Sonne? Regen? Sturm?

Grundsätzlich bevorzuge ich sonnige Tage, da mir das helle Licht guttut. Aber ein stürmischer Regentag kann auch ein inspirierendes Naturereignis sein.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Video-Rezension zur "Heilanstalt"

Im Zuge der Lovelybooks-Leserunde hat sich eine Teilnehmerin die Mühe gemacht, eine Video-Rezension zu meinem Roman "Die Heilanstalt" zu erstellen. Das war für mich etwas ganz Besonderes, worüber ich mich sehr gefreut habe. :)

Sie spricht über eine Viertelstunde lang über das Buch und bewertet den Inhalt, den Schreibstil, die Figuren, das Cover, den Buchsatz und vieles mehr.

Sie findet den Roman sehr spannend und betont mehrmals, dass sie ihn nicht mehr weglegen konnte. Außerdem lobt sie das schriftstellerische Niveau. Ein tolles Fazit, das mich ein bisschen in Verlegenheit gebracht hat. ;)

Vielen lieben Dank an die Rezensentin für dieses aufwendige Video!

Zur Video-Rezension

Wer einmal einen Blick auf die sehr aktive Leserunde werfen möchte: Zur Leserunde (Vorsicht Spoiler!)

Sonntag, 1. Dezember 2013

100 verkaufte E-Books der "Heilanstalt" - Danke!

Heute wurde das 100. E-Book meines Romans "Die Heilanstalt" erworben.

Auf diesen Erfolg bin ich sehr stolz und möchte mich bei allen Leserinnen und Lesern ganz herzlich für ihr Interesse und ihre Unterstützung bedanken.

Als ich mein Buch vor weniger als zwei Monaten veröffentlicht habe, hatte ich Zweifel, ob sich überhaupt jemand für meine Geschichte interessieren würde. Der Zweifel ist der größte Feind des Autors. Beim Schreiben nagt er beständig an ihm und hemmt seine Kreativität und Inspiration. Je weiter das Manuskript heranreift und Gestalt annimmt, desto bedrängender werden die Fragen: "Ist mein Text wirklich gut?", "Kann ein fremder Leser meine Ideen nachvollziehen?", "Ist meine Geschichte logisch und spannend?"
Immer wieder stellt ein Autor seine Arbeit auf den Prüfstand und ist furchtbar unsicher, ob sie etwas taugt und anderen ebenso viel Spaß macht wie ihm selbst.

Der Zweifel vergeht erst mit dem Lob der Leserinnen und Leser. Davon habe ich in den letzten Wochen eine Menge erhalten, wofür ich unendlich dankbar bin. Ich habe wenig bis nichts erwartet, doch nun befinden sich 100 digitale Kopien auf fremden Lesegeräten, und auf Amazon gibt es bereits acht Rezensionen mit einer Gesamtwertung von 4,4 von 5 Sternen. Über dieses tolle Feedback bin ich sehr glücklich.

Liebe Leserinnen und Leser der "Heilanstalt",

Euer Interesse an meiner Geschichte ist meine Bestätigung für die harte Arbeit, die Gewissheit, dass die Mühe sich gelohnt hat. Dank Eurer positiven Aufnahme meines Romans habe ich den Mut und die Lust, weitere Bücher zu schreiben. Ein neues Projekt ist bereits in Planung.

Vielen Dank an alle, die zum Erfolg meines Buches beigetragen haben und immer noch beitragen!

Liebe Grüße

Simon






Sonntag, 17. November 2013

"Die Heilanstalt" - Leserunde auf Lovelybooks (20 Gratisexemplare)

In Kürze beginnt auf der Social-Reading-Plattform Lovelybooks eine Leserunde zur "Heilanstalt". 

Bis zum 27. November können sich dort alle Interessenten um ein kostenloses Rezensionsexemplar bewerben (5 Taschenbücher und 15 E-Books). 

Ich hoffe auf eine rege Teilnahme und freue mich schon jetzt auf einen anregenden und freundlichen Austausch! :-)

Freitag, 8. November 2013

Rezension zur "Heilanstalt" auf Thrillertante's Bücherblog

Die sehr aktive und super sympathische Bücherbloggerin Alex Thrillertante hat meinen Roman "Die Heilanstalt" rezensiert.

Ihre Besprechung ist sehr positiv ausgefallen, worauf ich sehr stolz bin! :-)

Auszug: "Patrick Baumgartner trifft einen am Anfang des Buches gleich mit voller Wucht. Man kann sich von der ersten Zeile des Buches sofort in ihn hineinversetzen und genau nachvollziehen, wie es einem geht in dem Zustand der Verwirrung und ohne Erinnerung [...] Ich konnte es nicht mehr weglegen, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht."

Die vollständige Rezension findet ihr hier

Vielen, lieben Dank an Alex Thrillertante für diese tolle Rezension!

Edit: Alex hat mich soeben darauf aufmerksam gemacht, dass nicht sie, sondern ihre Gastrezensentin Sonja die Rezension verfasst hat. Jedoch hat Alex die Rezi abgesegnet :)

Sonntag, 3. November 2013

"Die Heilanstalt" - Buchvorstellung im Report Nettetal

Heute wurde mein Roman "Die Heilanstalt" in der Lokalzeitung Report Nettetal vorgestellt. 

Mit dem Journalisten, Herrn Joachim Burghardt, hatte ich mich vor etwa zwei Wochen getroffen, um mit ihm ein kleines Interview zu führen. Am Ende hat er ein paar Fotos von mir gemacht, von denen nun auch eines in dem Artikel zu sehen ist. Eine sehr schöne Buchvorstellung, die bestimmt manche Leser neugierig auf den Roman machen wird. :)

Die Leser des Report Nettetal haben außerdem die Möglichkeit, drei signierte Exemplare der "Heilanstalt" im Zuge einer Verlosung zu gewinnen. 

Vielen Dank an Joachim Burghardt für das Interesse und Engagement!

Dienstag, 29. Oktober 2013

Erste Rezension zur "Heilanstalt" auf Amazon

Habe heute die erste Rezi zur "Heilanstalt" auf Amazon erhalten :)

Doppelten Grund zur Freude gibt die Tatsache, dass sie sehr positiv ausgefallen ist. Und eigentlich sind es zwei Rezensionen, denn es gibt bereits einen Kommentar, der den positiven Eindruck des Rezensenten bestätigt.

So langsam kommt Schwung in den Laden! ;)

Liebe Grüße

Simon

Zur Rezension

Montag, 28. Oktober 2013

Interview und Rezension zur "Heilanstalt"

Die ABS-Lese-Ecke hat mich zum Interview eingeladen.

Wir haben über die Entstehung meines Romans "Die Heilanstalt" gesprochen, über das kreative Schreiben im Allgemeinen, Selfpublishing, Marketing und künftige Buchprojekte.

Außerdem hat die ABS-Lese-Ecke eine Rezension zur "Heilanstalt" veröffentlicht.

Ich hoffe, ihr findet das Gespräch interessant und könnt dem Interview etwas abgewinnen :)

Viele Grüße

Simon

Zum Interview

Sonntag, 20. Oktober 2013

"Die Heilanstalt" - Signierte Exemplare

Sehr gern verschicke ich auch ein signiertes Exemplar meiner "Heilanstalt". Eine Nachricht über das Kontaktformular mit Angabe der Lieferanschrift genügt.

Neben meinen Namen schreibe ich alles ins Buch hinein, was ihr wollt. Ich bin für jeden Textwunsch offen ;-)

Natürlich eignet sich ein signiertes Taschenbuch auch als Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk für Bekannte und Verwandte - falls ihr jedes Jahr so ideenlos seid wie ich. 

Das Buch kostet 7,99 EUR (198 Seiten). Hinzu kommen 3 EUR Versandkosten.

Wer das Taschenbuch bestellt, bekommt das E-Book im gewünschten Format (mobi oder epub) gratis dazu.

Ich freue mich auf eure Anfragen!

Liebe Grüße
Simon




Freitag, 11. Oktober 2013

Roman "Die Heilanstalt" veröffentlicht!


Mein Roman "Die Heilanstalt" ist nun als Taschenbuch und als E-Book erhältlich. 

Der Weg zur Veröffentlichung war verdammt lang. Aber ich habe von vielen Menschen eine tolle Unterstützung erhalten. Besonders von +Hape Braun, der den aufwendigen Buchsatz übernommen und mir unendlich viel zum Thema "Selfpublishing" erklärt hat. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle, die mich so tatkräftig unterstützt haben!

Das Buch wird hoffentlich vielen Lesern Vergnügen bereiten. :)

Kostenlose Rezensionsexemplare gibt es in digitaler Form (mobi, epub oder pdf). Eine Anfrage über das Kontaktformular genügt. 

Viele Grüße

Simon


Genre: Dystopie

Umfang: 198 Seiten (Taschenbuchformat)

Klappentext: Patrick Baumgartner erwacht ohne Erinnerung in einer Heilanstalt. Alle Räume sind lichtdurchflutet und blitzen vor Sauberkeit. Doch Patrick spürt die unterschwellige Dunkelheit an diesem Ort und ahnt, dass im Verborgenen eine lebensbedrohliche Gefahr lauert. Die Menschen wirken betäubt, ihre Augen sind getrübt. Nur die Patientin Melanie Kahlbach besitzt einen klaren Blick und kennt das Geheimnis, das sich hinter der „Heilung“ verbirgt. Patrick bleibt nicht viel Zeit, um seine Erinnerung wiederzuerlangen und den Fängen der Heilanstalt zu entkommen. Nicht nur sein eigenes Leben steht auf dem Spiel; denn Patrick befindet sich nicht zufällig an diesem Ort.



Kauflinks:

E-Book (Amazon)

E-Book (beam)

Taschenbuch (Amazon)

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Roman „Die Heilanstalt" - Kostenlose Rezensionsexemplare

In Kürze wird mein erster Roman „Die Heilanstalt“ als Taschenbuch und als E-Book erscheinen.

Gern schicke ich jedem, der Interesse hat, ein kostenloses Exemplar als mobi,  epub oder pdf. Im Gegenzug bitte ich nur um eine Rezension, die nicht lang sein muss. 

Eine Anfrage über das Kontaktformular oder ein Kommentar auf diesen Post genügt (bitte das gewünschte Dateiformat angeben).


Genre: Dystopie

Umfang: 198 Seiten (Taschenbuchformat)

Klappentext:

Patrick Baumgartner erwacht ohne Erinnerung in einer Heilanstalt. Alle Räume sind lichtdurchflutet und blitzen vor Sauberkeit. Doch Patrick spürt die unterschwellige Dunkelheit an diesem Ort und ahnt, dass im Verborgenen eine lebensbedrohliche Gefahr lauert. Die Menschen wirken betäubt, ihre Augen sind getrübt. Nur die Patientin Melanie Kahlbach besitzt einen klaren Blick und kennt das Geheimnis, das sich hinter der „Heilung“ verbirgt. Patrick bleibt nicht viel Zeit, um seine Erinnerung wiederzuerlangen und den Fängen der Heilanstalt zu entkommen. Nicht nur sein eigenes Leben steht auf dem Spiel; denn Patrick befindet sich nicht zufällig an diesem Ort.

Leseprobe:

„Hat Ihnen der Tee gemundet, Herr Baumgartner?“
Die Stimme war ein fernes Echo, und die Worte hallten erst einige Male in seinem Verstand wider, ehe er ihre Bedeutung erfasste.
„Ja, danke“, sagte er müde. „Allerdings ist mein Name nicht …“
„Legen Sie Ihre Schuhe und die Kleidung bitte auf das Band und gehen Sie dann durch die Kontrolle.“
Er fasste sich an die Schläfe. Ihn plagten keine Kopfschmerzen, aber seine Gedanken schleppten sich träge durch den Verstand, und sein Gedächtnis war wie mit einer schleimigen Substanz verklebt. Nicht einmal sein eigener Name wollte ihm einfallen. Er rieb sich die Augen und blickte die Frau an, die vor dem Band saß und seinen Blick ungeduldig erwiderte. Sie war blass, jung und mager. Sie wirkte schläfrig, dunkle Ringe standen ihr unter den Augen … und ihre Augen …
„Würden Sie bitte fortfahren, Herr Baumgartner! Sie wollen doch nicht die anderen Gäste warten lassen!“
Er wandte sich um, aber sah hinter sich niemanden; nur die Rolltreppe, die surrend nach unten lief und ihn hierher geführt hatte.
„Entschuldigen Sie“, hauchte er. „Mir ist unwohl.“
Er bückte sich und zog stöhnend die Stiefel von den Füßen. Dann legte er sie auf das Band, das daraufhin quietschend anlief und das Schuhwerk in einen rechteckigen Durchleuchtungsapparat beförderte. Er schüttelte benommen den Kopf und wollte durch die Kontrolle gehen.
„Bitte auch die Kleidung!“, rief die junge Frau.
Na, hören Sie mal!, wollte er protestieren. Aber seine Zunge klebte am Gaumen, und seine Lippen waren wie versiegelt. Er verzog das Gesicht und fasste sich wieder an die Schläfe. Dann entledigte er sich des Mantels und der Stoffhose und legte die Kleidung auf das laufende Förderband. Nur in Unterhose schleppte er sich durch das Kontrolltor. Der Alarm blieb stumm und die Warnlampe über dem Tor dunkel.
„Danke, Herr Baumgartner.“
Noch einmal sah er die Frau an. Sie wirkte zerstreut, wie weggetreten. Tiefe Falten von Müdigkeit durchfurchten ihr Gesicht, und in ihren Augen stand … ihre Augen waren …
Er senkte den Kopf und fühlte einen Schwindel über sich hereinbrechen. Zitternd streckte er einen Arm nach Halt aus, fand keinen und schwankte zwei Schritte zur Seite.
„Ah, Herr Baumgartner, ich grüße Sie! Wir haben Sie schon erwartet. Mein Name ist Gabriel von Wallenstein. Ich bin Ihr Therapeut.“
Er hob den Blick und sah vor sich eine verschwommene Silhouette; einen Augenblick später erkannte er in ihr einen lächelnden Mann mit dünnem Haar und grauem Schnurrbart. Sein Kittel war strahlend weiß und fiel wie ein Vorhang auf die Schuhe. Sein Gesicht war von zarter Mimik. Aber seine Augen …
„Mein Name ist nicht …“
Er brach ab und strauchelte vorwärts.
„Oh, na Vorsicht!“, rief der Mann im weißen Kittel und hielt ihn lachend fest. „Sie sind bestimmt erschöpft von der langen Reise. Kommen Sie, ich begleite Sie auf Ihr Zimmer. Es wird Ihnen gefallen, das verspreche ich. Aber ziehen Sie zuvor doch bitte einen unserer Bademäntel an. Wir wollen doch keine Erkältung riskieren, nicht?“
Der Mann schmunzelte liebevoll und hielt ihm ein weißes Bündel Kleidung hin.
Wo sind meine Sachen?, wollte er fragen. Aber seine Zunge war taub und brachte keine Silbe zustande. Er nahm das Bündel widerwillig entgegen und betrachtete es mit müdem Blick. Kurz darauf entfaltete er es, zog den Bademantel über und band sich den dazugehörigen Gürtel um die Taille. Zuletzt schlüpfte er in ein Paar weißer Pantoffeln.
„Ruhen Sie sich erst einmal eine Nacht lang aus, Herr Baumgartner, und Sie werden sich fühlen wie neugeboren. Glauben Sie mir, viele unserer Patienten müssen sich erst an unsere Luft gewöhnen. Ja, manchen ging es schon schlechter als Ihnen.“
Der Mann nahm ihn an der Hand und führte ihn durch eine Flügeltür in einen großräumigen Speisesaal. Dort hingen prunkvolle Kronleuchter an der Decke, und mindestens dreißig runde Tische, jeweils von vier hölzernen Stühlen umgeben, standen vor einem leeren Buffettisch.
„Frühstück beginnt um sieben, Mittagstisch ab zwölf, Abendbrot um sechs. Seien Sie unbesorgt, wir werden Sie rechtzeitig wecken.“
Der Mann umklammerte die Hand seines neuen Patienten, als fürchtete er, er könnte sich losreißen und flüchten. Doch dieser versuchte stattdessen den Eiter zu durchdringen, der sein Gedächtnis verklebte.
„Thomas … wo bist du …“
Der Mann im weißen Kittel verzog das Gesicht, als hätte er Zahnschmerzen.
„Entspannen Sie sich, Herr Baumgartner! Akklimatisieren Sie sich! Morgen schon werden Sie sich fühlen wie ein Fisch im Wasser.“
Der Therapeut versuchte offenbar zu lächeln, doch es wollte ihm nicht recht gelingen. Sein Gesicht wirkte verkrampft, als würde ihn eine Fliege ärgern. Er setzte seinen Gang merklich beschleunigt fort und zog seinen Patienten unsanft an der Hand mit. Dieser ließ sich vorwärts zerren, bis sie eine weitere Flügeltür erreichten, über der eine römische Eins stand.
„Abteilung Eins. Hier ist vorübergehend Ihr neues Zuhause, Herr Baumgartner, bis Sie so weit sind, in Abteilung Zwei umzusiedeln. Aber immer alles der Reihe nach.“
Der Mann lächelte, diesmal wieder glaubhaft freundlich, und stieß die Flügeltür mit der freien Hand auf. Jenseits erstreckte sich ein langer Flur, der an beiden Seiten in regelmäßigen Abständen hölzerne Türen hatte. Auch hier war alles weiß: der Teppich, die Tapete, die Decke. Er glaubte, schneeblind zu werden. Der Kittelträger schmunzelte, als hätte er seinen Gedanken gelesen.
„Zugegeben, dieses farblose Einerlei ist nicht besonders reizvoll. Aber wir wollen doch keinen gefährlichen Schmutz übersehen, nicht wahr?“
Kalte Schweißperlen standen ihm auf der Stirn. Nach wie vor wollte er in sein blockiertes Gedächtnis vordringen …
Tho… Thom…
… aber es fiel ihm immer schwerer.
Eine scheinbare Ewigkeit liefen sie den Flur hinab, bis der Mann endlich vor einer Tür stehen blieb.
„Zimmer 137, da wären wir. Wenn Sie einmal Ihren Daumen hier drauf drücken würden?“
Der Therapeut deutete auf eine rot leuchtende Fläche unterhalb der Türklinke. Anstatt zu reagieren, starrte sein Patient nur abwesend vor sich hin. Jede Faser seines Körpers, vor allem aber seines Geistes, schien wie gelähmt.
„Ach, Herr Baumgartner!“
Der Mann nahm lachend seine Hand und presste den fremden Daumen auf die leuchtende Fläche. Ein elektronisches Piepsen ertönte, worauf ein Schloss aufsprang und sich das rote Leuchten zu einem grünen wandelte.
„Na, bitte. Das klappt ja reibungslos! Nun einfach die Klinke herunterdrücken und die Tür nach vorn aufstoßen.“
Diesmal wartete der Therapeut nicht ab und tat es gleich selbst. Das Zimmer, in das er seinen Patienten schob, war spartanisch, aber liebevoll eingerichtet. Ein schmales Bett stand in der Mitte, daneben eine Kommode und eine Vase mit Rosen. Links hinter der Eingangstür war ein Schrank neben einem Waschbecken, über dem ein ovaler Spiegel angebracht war. Rechts neben dem Bett offenbarte eine zur Hälfte geöffnete Tür einen Ausschnitt des Badezimmers, in dem sich Toilette und Dusche befanden. Auch hier war alles weiß – sogar die Rosenblüten – und in vorbildlicher Sauberkeit. Das Zimmer war fensterlos, doch strömte durch eine Deckenbelüftung frische Luft, die er gierig in seine Lungen sog.
„Nun dann, es ist spät, Herr Baumgartner. Ich lasse Sie jetzt allein, damit Sie sich in Ruhe zu Bett begeben können. Alle notwendigen Toilettenartikel finden Sie im Badezimmer.“
Ja, danke, wollte er sagen. Doch seine Zunge war nach wie vor leblos. Seine Zähne bissen aufeinander, und sein Mund blieb geschlossen.
„Oh, ehe ich’s vergesse“, sagte der Mann im weißen Kittel, der sich bereits zum Hinausgehen gewandt hatte. „Trinken Sie vor der Nachtruhe einen Becher unseres Tees, Herr Baumgartner, und Sie werden schlafen wie ein Murmeltier und träumen wie im siebten Himmel. Glauben Sie mir, Geheimrezept des Hauses!“
Der Therapeut zwinkerte ihm zu und zog dann leise die Tür hinter sich zu.
Er stand orientierungslos im Zimmer und besaß nicht einmal mehr die Kraft, sich genauer umzusehen. Nach einer Weile gelang es ihm, vor den Spiegel zu treten und in sein bleiches Gesicht zu blicken. Er beugte sich vor und betrachtete seine Augen. Angesichts seiner Müdigkeit erwartete er sie blutunterlaufen. Doch seine blaue Iris war von hellem Weiß umgeben.
Sein Blick senkte sich auf die Kanne, die am Waschbecken neben einem weißen Becher stand. Schlafwandlerisch griff er hin und schenkte sich ein. Eine türkisfarbene Flüssigkeit ergoss sich in den Becher … ihr Anblick raubte ihm die Sinne; sein Blick verlor sich in ihrer Tiefe. Mit Augen, die schon nicht mehr seine waren, begann er zu trinken.